Was Vorstände über die digitale Transformation wissen wollen

  • 12.Dezember 2017

Je mehr die digitale Transformation auf sämtliche Unternehmensprozesse übergreift, desto wichtiger wird es, dass Steuerexperten eine genaue Vorstellung davon haben, wie die Transformation aus der Perspektive des Vorstands aussieht. Immer häufiger werden Chief Tax Officers und Vice Presidents mit Verantwortung für den Steuerbereich vom Vorstand mit Fragen zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Steuerstrategie konfrontiert, und dieser Trend wird nur noch zunehmen.

In einem neuen E-Paper von Deloitte mit dem Titel  Winning with Digital: What boards need to know about digital transformation („Gewinnen mit Digital – Was Vorstände über die digitale Transformation wissen wollen“) geht es neben der Frage, was Unternehmensvorstände über die digitale Transformation wissen müssen, auch um die allgemeine Rolle der Technologie als Erfolgsfaktor. Erfolg stellt sich ein, wenn Technologien und digitale Plattformen auf neue Weise eingesetzt, Arbeitsabläufe geändert und das Potenzial des wertvollsten Wirtschaftsguts jedes Unternehmens – nämlich seiner Mitarbeiter – voll ausgeschöpft wird. In dem Bericht wird es schön auf den Punkt gebracht: „Bei digitaler Transformation geht es nicht nur um Technologie. Es geht darum, wie Unternehmen Technologie als Wettbewerbsvorteil einsetzen können.“

In dem Bericht werden fünf Schritte zur Realisierung derartiger Wettbewerbsvorteile erläutert:

  1. Verstehen, was digitale Transformation bedeutet – und was nicht. Die Digitalisierung muss nicht unbedingt mit massiven Umbrüchen verbunden sein – teilweise geht es auch um die Verbesserung bzw. Erweiterung bereits vorhandener Abläufe und Ansätze.
  2. Die richtige Strategie wählen. In dem Bericht werden Digitalstrategien in drei große Kategorien unterteilt – Optimierung des Kerngeschäfts, Expansion in einen angrenzenden Markt, Aufbau eines völlig neuen Geschäftsbereichs – und sechs digitale Hilfsmittel zu ihrer Realisierung vorgestellt.
  3. Ehrgeizige Ziele abstecken. Unternehmensvorstände müssen den vollen Umfang der Veränderungen begreifen und begrüßen, die durch die Digitalisierung möglich werden und sich ggf. bereits auf ihre Branche auswirken. Wichtig ist auch, dass sie Ziele abstecken, die ehrgeizig genug sind, um eine nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsposition zu erreichen.
  4. Ein finales Ziel vor Augen haben. Der Ansatz, den Unternehmen zur Realisierung der digitalen Reife verfolgen, dürfte sich zwar von Fall zu Fall unterscheiden. Der Imperativ, herausragende Kundenerfahrungen zu gewährleisten, erfordert jedoch, dass auch Unternehmen, denen eine digitale Kultur eher fremd ist, sich mit neuen Arbeitsweisen anfreunden.
  5. Strategisch planen statt digital verzetteln. Unternehmensvorstände nehmen ihrer Aufgabe entsprechend eine langfristige strategische Perspektive ein. Sie haben dafür zu sorgen, dass die Geschäftsleitung ihre Ressourcen nicht für ein Sammelsurium an digitalen Projekten verschwendet, sondern das digitale Fundament für den langfristigen Unternehmenserfolg legt.

Vor diesem Hintergrund sollten Chief Tax Officers und Vice Presidents mit Verantwortung für den Steuerbereich sich nicht wundern, wenn Unternehmensvorstände zunehmend Interesse an der digitalen Transformation in ihrem Zuständigkeitsbereich zeigen.

Bitte beachten Sie, dass der Blog zu Steuerangelegenheiten Informationen zu Bildungszwecken bietet, jedoch keine spezifische Steuer- oder Rechtsberatung. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater, bevor Sie auf Grundlage dieser Informationen Maßnahmen ergreifen.

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Jen Kurtz: Chief Technology Officer at Vertex Inc. Vertex delivers the world’s most valued tax solutions for companies to connect, transact, and comply while growing their business.

Jen Kurtz

Chief Technology Officer

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Jen Kurtz is the Chief Technology Officer focused on driving the technology strategy and next-generation products and solutions through customer innovation and emerging technologies. Jen leads the Office of Technology responsible for bringing together the technology vision, strategy, architecture, and capabilities required to drive breakthrough innovations that will propel Vertex forward in seizing new market opportunities.

Previously, Jen served as a lead member of the software development and commercial enterprise architecture teams. Prior to joining Vertex, she was a software engineer at Verizon and Platinum Technology (now Broadcom) respectively bringing large scale business applications to the market.

Jen has been honored by Oracle for Women’s History Month and Working Mother Magazine at their annual Working Mother 100 Best Companies event. She regularly speaks at local and national technology conferences and has an M.S. in Computer Science from Villanova University and a B.S. in Computer Science from Bloomsburg University of Pennsylvania.

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