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Vier Gründe, sich (jetzt) auf digitale Besteuerung vorzubereiten

  • 21.März 2019

Gibt es so etwas wie die „digitale Wirtschaft“ noch? Oder gibt es in Wirklichkeit nur „die Wirtschaft“?

Diese Frage wird immer dringender, da Unternehmen die wahrscheinlichen Auswirkungen von Vorschlägen der Europäischen Kommission (EK) und der OECD bezüglich einer Änderung in der Besteuerung digitaler Transaktionen abwägen. Das ist eines der Themen, die meine Kollegen Michael Bernard, Chief Tax Officer, und John Viglione, Executive Vice President, in einem Artikel über die Besteuerung der digitalen Wirtschaft untersuchen. Der Beitrag enthält ein Zitat aus einem PwC-Bulletin, das zum Nachdenken anregt: „Die digitale Wirtschaft wird immer mehr die Wirtschaft, und sie kann nicht abgegrenzt werden. Sämtliche Änderungen wirken sich daher auf alle Unternehmen aus, so eng politische Entscheidungsträger den Rahmen auch zu ziehen versuchen.”

Bereiten Sie sich jetzt auf digitale Besteuerung vor

John und Michael weisen darauf hin, dass Steuerverantwortliche in multinationalen Unternehmen bereits jetzt sowohl für die unmittelbare als auch langfristige Zukunft planen und dabei diese möglichen Veränderungen berücksichtigen sollten. Zu den wichtigsten Gründen, sich sofort vorzubereiten, zählen folgende:

  1. Es geht nicht nur um die OECD und die EK. Steuerbehörden auf der ganzen Welt suchen nach neuen Wegen, Erträge aus digitalen Transaktionen zu gewinnen, und einige warten vielleicht nicht auf eine multilaterale Lösung. Dies ruft das Schreckgespenst einer möglichen Doppel- oder sogar Mehrfachbesteuerung auf den Plan.
  2. Neue Regelungen könnten sich auf Verrechnungspreise auswirken. Die Verrechnungspreispraktiken, die derzeit zur Ermittlung des Gewinnanteils jedes Landes angewandt werden, könnten zu einer formelhaften Aufteilung führen. Viele Steuerverantwortliche sind sich dieser Möglichkeit zwar bewusst, sie „sollten aber ernsthafte Bedenken haben bezüglich des Ausmaßes, in dem die neuen Regeln bestehende Geschäftsmodelle und -prozesse umwälzen werden.“
  3. Steuerpolitische Änderungen könnten umfassende Änderungen der Unternehmenssteuersysteme bedeuten. Die neuen Regeln könnten zu Störungen in einer Vielzahl von Steuerverwaltungsstrukturen führen, angefangen bei Datenspeichersystemen bis hin zu Tochtergesellschaften zur begrenzten Risikoverteilung.
  4. Wahrscheinlich kommt noch mehr. Die OECD erwägt die Besteuerung von Datenbanken gemäß des Wohnsitzlandes der Bürger, deren Daten in diesen Systemen gespeichert sind. Dies wäre eine erhebliche Veränderung der Steuerbehandlung immaterieller Vermögenswerte. Ein wachsendes digitales Unternehmen, das noch keinen Gewinn erwirtschaftet hat, könnte zudem gezwungen sein, sich mit einer schwindelerregenden Steuerlast auseinanderzusetzen. Dies könnte seine Führungskräfte dazu bringen, ihr bestehendes Betriebsmodell zu überdenken.

Ein Weg, wie Unternehmen sich vorbereiten sollten, ist eine Überprüfung ihrer Systeme zur Verwaltung und Kontrolle der Steuerdaten, insbesondere für indirekte Steuern, wie Michael und John vorschlagen: „Unabhängig davon, wie die Vorschläge der OECD und der EK zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft verlaufen, scheint es wahrscheinlich, dass globale Steuerbehörden ihren Fokus auf Transaktionssteuern als wichtigen Einkommenshebel verstärken werden.“

Bitte beachten Sie, dass der Blog zu Steuerangelegenheiten Informationen zu Bildungszwecken bietet, jedoch keine spezifische Steuer- oder Rechtsberatung. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater, bevor Sie auf Grundlage dieser Informationen Maßnahmen ergreifen.

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Michelle Engro

Spezialistin für PR und Social Media

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Michelle Engro unterstützt bei der Koordination der Öffentlichkeitsarbeit und Social-Media-Aktivitäten von Vertex. Michelle hat mehr als fünf Jahre Erfahrung in den Bereichen Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Social Media. Michelle ist Absolventin der Penn State University mit einem B.A. in Public Relations und hat zudem einen M.A. in Kommunikationswissenschaft von der West Chester University.

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