Nicht ganz so traumhafte Suiten: Ein Blick auf die Übernachtungssteuern

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Die Übernachtungssteuern stellen Hotels, Motels, Online-Übernachtungsmarktplätze und andere Unternehmen des Gastgewerbes vor Herausforderungen. Dennoch wirken sich Übernachtungssteuern auch auf die Haushalte der Bundesstaaten und Kommunen und damit auch auf die indirekte Steuerpolitik aus.

Aufgrund dieser dualen Auswirkungen ist der HVS-Bericht zu Übernachtungssteuern 2025 eine lohnenswerte Lektüre. Das umfangreiche Dokument enthält eine Fülle von Daten zu Übernachtungs- und Verkaufssteuern, die auf Hotelübernachtungen in allen 50 Bundesstaaten und 150 der größten Städte in den USA erhoben werden. Dies ist die fünfzehnte jährliche Studie, die HVS erstellt hat. Sie verfolgt historische Steuersätze, Erhebungsdaten und die Einnahmenverteilung von 2019 bis 2024.

Abflachendes Wachstums der Einnahmen aus Übernachtungssteuern

Die Analyse von HVS zeigt, dass die Beherbergungsbranche nach einer starken Erholungsphase nach der Pandemie in den Jahren 2022 und 2023 eine deutliche Abschwächung erlebt. Das Wachstum der Zimmerumsätze verlangsamte sich bis 2024 und stagnierte Anfang 2025, was auf eine nachlassende Nachfrage im Reisebereich hindeutet. Die 25 wichtigsten analysierten Märkte verzeichneten nur einen geringfügigen Anstieg der Einnahmen aus Übernachtungssteuern von 4,05 Milliarden USD auf 4,19 Milliarden USD, was auf eine Stabilisierung des Umsatzwachstums nach der Erholung nach der Pandemie hindeutet. (Im Vergleich dazu beliefen sich die Einnahmen aus der Übernachtungssteuer in 2021 auf nur 1,5 Milliarden USD, als die Pandemie das Reisen annähernd zum Erliegen brachte.)

Die Compliance der Übernachtungssteuer ist für Unternehmen mit Unterkünften in mehreren Gerichtsbarkeiten eine Herausforderung. Mindestens zwei Bundesstaaten erheben keine Übernachtungssteuer und überlassen die Besteuerung den Gemeinden. Andere Bundesstaaten kombinieren Übernachtungssteuern mit Verkaufssteuern. Außerdem erheben mehr als 20 Bundesstaaten separate Übernachtungssteuern, unabhängig vom Verkaufssteuersystem. Dieses Flickwerk von Steuersätzen schafft erhebliche Compliance-Belastungen für Hotelbetreiber in mehreren Gerichtsbarkeiten, und dies noch bevor Ausnahmeregelungen und Meldepflichten berücksichtigt werden.

Aus einer breiteren steuerpolitischen Sicht haben geringere Einnahmen aus der Übernachtungssteuer keine großen Auswirkungen auf die allgemeinen Finanzen der Bundesstaaten. In Bundesstaaten mit florierendem Tourismus machen die Einnahmen aus der Übernachtungssteuer in der Regel weniger als 10 % der allgemeinen staatlichen Einnahmen aus. Es gibt einen Grund dafür: Die Einnahmen aus der Übernachtungssteuer sind oft für Tourismus, Bildung und Verbesserungen der lokalen Infrastruktur vorgesehen. Texas und Vermont stellen in dieser Hinsicht Ausnahmen dar, da im Vergleich zu anderen Bundesstaaten größere Teile ihrer allgemeinen Mittel durch Übernachtungssteuern finanziert werden.

Auswirkungen erstrecken sich auf Verkaufssteuersätze

Selbstverständlich nutzen die Bundesstaaten und Kommunen Tourismuseinnahmen zur Förderung des Tourismus – Investitionen, die darauf abzielen, Hotelaufenthalte und Einnahmen aus Übernachtungssteuern zu erhöhen. Wenn weniger Geld für Marketing zur Verfügung steht, gehen Hotelaufenthalte und Einnahmen aus Übernachtungssteuern zurück. Wenn die Einnahmen aus Übernachtungssteuern zurückgehen, müssen die Regierungen der Bundesstaaten und Kommunen nach Möglichkeiten suchen, um diese Haushaltslücken zu schließen, und – unterbrechen Sie mich, wenn Sie das schon einmal gehört haben – Änderungen der Verkaufs- und Gebrauchssteuern (Sales und Use Tax) gehören zu den einfachsten Hebeln, die man betätigen kann.

Viele Bundesstaaten haben bereits mit Haushaltsbeschränkungen und sinkenden Staatseinnahmen zu kämpfen, wie mein Kollege, Vertex Chief Economist und Senior Tax Policy Director George L. Salis, in einem Beitrag über den Ansatz von Texas zur Besteuerung von Datenverarbeitungsdiensten feststellt.

Trotz ihrer relativ geringen Auswirkungen auf viele allgemeine Staatsfinanzen sollten Steuerverantwortliche die Einnahmen aus Übernachtungssteuern und Änderungen der Steuersätze nicht außer Acht lassen, da diese indirekte und potenziell größere Auswirkungen auf Änderungen der Verkaufssteuersätze haben können.

Für weitere Informationen darüber, wie Vertex die Steuern auf Übernachtung und Belegung unterstützt, klicken Sie hier.

Autor des Blogs

Larry Mellon ist Tax Director im Chief Tax Office. Dabei stellt er Daten zur Verfügung, agiert als Vordenker und sorgt für kundenorientierte Ausrichtung bei den Unternehmensfunktionen von Vertex. Damit wird die kontinuierliche Expansion der Lösungen für indirekte Besteuerung von Vertex unterstützt und die allgemeine Unternehmensstrategie bereichert. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen korrekte Umsatz- und Gebrauchssteuer-Angaben, Risikobewertung, gerichtliche Prüfungen, Verwaltung und Management sowie Mehrwertsteuer-Angaben. Herr Mellon kam 2005 als Sales and Income Tax Supervisor zu Vertex und ist seit 2012 als Tax Manager tätig, wo er eine entscheidende Rolle bei der Steigerung und Weiterentwicklung unserer Steuerverwaltungsangebote gespielt hat.

Bevor er zu Vertex kam, war er als Senior Tax Accountant und Property Tax Manager bei Foamex International, Inc. tätig, einem Hersteller und Vermarkter von Schaumstoff aus Polyurethan und hochentwickelten Polymeren. Herr Mellon hatte außerdem mehrere Funktionen bei The Franklin Mint inne und ist Mitglied des Institute of Professionals in Taxation (IPT).

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