Mittelständische Fertigungsunternehmen verhalten sich in den letzten 12 Monaten aus sehr überzeugenden Gründen zum Großteil reaktiv. Gestiegene Zölle, KI-gesteuerte Technologie-Upgrades (und Störungen), geopolitische Unruhen und Lieferkettenumstrukturierungen haben Hersteller auf Trab gehalten. Damit sie 2026 erfolgreich sein können, müssen diese Unternehmen und deren Teams für indirekte Steuern proaktiver vorgehen.
Vier Faktoren für eine vereinheitlichte Strategie
Laut der Consulting-Firma West Monroe und deren Ausblick auf die Mid-Market-Fertigung 2026 lautet die Antwort, Betriebsabläufe, Personalmanagement und KI-Einsätze nicht länger als eigenständige Initiativen zu behandeln, sondern sie in einer einheitlichen Strategie zusammenzubringen.
Der Bericht des Beratungsunternehmens identifiziert vier gebräuchliche Säulen einer proaktiven Strategie. Die meisten dieser Faktoren haben Auswirkungen auf die Steuerkonformität:
- Integration einer „permanenten Flexibilität“ in Lieferketten: Dies setzt eine vorausschauende Planung, die zuverlässige Szenarienplanung, die Zusammenarbeit mit Lieferanten sowie Transparenz voraus. Diese Fähigkeiten erfordern wiederum eine starke Datenüberwachung, die Richtigkeit der Daten und moderne Analysetools, unter anderem solche mit KI-Funktionalitäten.
- KI mit messbaren Ergebnissen abstimmen: Führende Hersteller gehen über KI-Pilotprojekte hinaus und integrieren KI in Workflows, die tatsächliche Geschäftsprobleme lösen.
- Wertvollere Geschäftskonsolidierungen verfolgen: Branchenführer kombinieren eine gründliche Sorgfaltspflicht mit analytischen Einblicken. Sie nutzen M&A-Aktivitäten (Zusammenschlüsse und Übernahmen) nicht nur, um ihre Marktpräsenz auszubauen, sondern auch, um die digitale Transformation voranzutreiben, KI zu nutzen und sich gegen Risiken zu schützen.
- Eine zunehmend KI-affine Belegschaft : „Arbeitskräftemangel, Ruhestand und Einwanderungsdruck sind aktuelle Brennpunkte. Zudem verändern KI und Automatisierung die Art und Weise, wie Arbeit erledigt wird,“ so West Monroe. „Hersteller, die sich einen Vorsprung verschafft haben, konnten das firmeninterne Wissen festhalten, Mitarbeiterstellen für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neu aufsetzen und integrative Weiterbildungsprogramme entwickeln, um aus Veränderungen Fähigkeiten zu machen.“
So können Steuerteams reagieren
Es gibt mehrere Möglichkeiten für indirekte Steuergruppen, diese strategischen Neuausrichtungen und Verbesserungen zu unterstützen.
Erstens konfrontiert die Entwicklung einer flexibleren Lieferkette die Hersteller mit neuen, sich verändernden Handelspolitiken, neuen Zöllen und unterschiedlichen steuerlichen Vorschriften. Steuerverantwortliche können ihre Finanzpartner bei Entwurf und Planung unterstützen, um die Gesamtkosten präzise vorherzusagen.
Zweitens werden Hersteller bei der Beschaffung und dem Verkauf in neuen Regionen und Ländern mit neuen steuerlichen Vorschriften konfrontiert, unter anderem mit neuen Anforderungen an die elektronische Rechnungsstellung und die Berichterstattung in Echtzeit. Durch Bestimmung des Umfangs dieser Verpflichtungen während der Szenarienplanung stellen Steuerverantwortliche sicher, dass ihre Vorgesetzten ein ganzheitlicheres Bild von den Risiken, Kosten und Erträgen der Lieferkettenumstrukturierungen und Wachstumsinitiativen erlangen.
Drittens spielen leitende Steuerverantwortliche eine Rolle bei der Sorgfaltspflicht, falls M&A-Aktivitäten (Zusammenschlüsse und Übernahmen) im Fertigungssektor wie erwartet zunehmen, während sie auch Steuerverbindlichkeiten und die Qualität von Steuervorschriften und Planungsfähigkeiten potenzieller Konsolidierungspartner beurteilen müssen.
Eingebettete Steuer
Hersteller, die 2026 auf Erfolgskurs sind, wandeln Unsicherheit in Chancen um, indem sie unter anderem die Steuerplanung direkt in ihre operativen Aktivitäten und die Szenarienplanung einbeziehen. Durch Ausrichtung ihres Know-hows auf diese vier strategischen Faktoren können Teams für indirekte Steuern von reaktiven Konformitätsbereichen zu proaktiven Geschäftspartnern werden.
Disclaimer
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