Dem Bericht der BDO Tax Strategist Survey 2026 zufolge, gehören der Zugriff auf Echtzeit-Datenflüsse, die Förderung der KI-Einführung über Effizienzstrategien hinaus und die Fehlausrichtung zwischen Steuer und IT zu den wichtigsten technologischen Herausforderungen, vor denen Steuerverantwortliche in mittelständischen Unternehmen heute stehen. Wie wir wissen, ist das nichts Neues.
Die gleichen Steuertechnologie-Hürden sind das Thema der von Vertex vor kurzem durchgeführten Umfrage unter 1.050 Verantwortlichen für IT, Finanzen und Steuern aus den Bereichen Fertigung, Einzelhandel, Technologie, Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen, professionelle Dienstleistungen, Recht und weiteren Branchen in den USA, im Vereinigten Königreich und in Europa. Zu den Befragten im Tax Strategist Survey von BDO gehören Chief Tax Officers, Steuerverantwortliche, CFOs und Steuerdirektoren aus verschiedenen Branchen, hauptsächlich mittelständische, in den USA ansässige Unternehmen.
Umfrageübereinstimmung
Die Tatsache, dass beide Umfragen hinsichtlich dieser und anderer Ergebnisse im Zusammenhang mit Technologie weitgehend übereinstimmen, lässt darauf schließen, dass Stammdatenmanagement, Systemintegration und funktionsübergreifende Zusammenarbeit in den meisten Gruppen für indirekte Steuern zu den vorrangigen Prioritäten gehören Die folgenden Ergebnisse der BDO-Umfrage sind besonders aufschlussreich:
- Die Ausgaben für Steuertechnologie steigen: Gute Nachrichten für diejenigen, die ihre Steuertechnologie-Stacks aufrüsten möchten: 79 % der Befragten erwarten, in den nächsten 12 Monaten die Investitionen in Steuertechnologie zu erhöhen, gegenüber 67 % im Vorjahr. Darüber hinaus erwarten mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) eine Erhöhung der Ausgaben für Steuertechnologien um mehr als 10 %.
- Die Kluft zwischen Steuern und IT erfordert Aufmerksamkeit: Nur 43 % der Steuerverantwortlichen geben an, dass sie „sehr eng“ mit der IT zusammenarbeiten und nur ein Drittel der Befragten aus dem Steuerbereich gibt an, dass sie sehr eng mit den Beschaffungsteams zusammenarbeiten. Die letztgenannte Fehlausrichtung kann die Compliance der Nutzungssteuer beeinträchtigen, während die Lücke zwischen Steuern und IT mehrere potenzielle Probleme schafft, einschließlich suboptimaler Investitionsentscheidungen in die Steuerautomatisierung und einer Reihe von Problemen mit Datenqualität und Zugang. Fast ein Drittel (31 %) der Befragten der Vertex-Umfrage gibt am, dass mangelhafte Zusammenarbeit mit der IT zu Datenproblemen führt.
- Eine fragmentierte Daten- und Technologieinfrastruktur hindert Automatisierungsinvestitionen: Weniger als zwei Drittel der Steuergruppen haben einen automatisierten Datenaustausch in den meisten Systeme und nur 19 % davon erreichen vollständig integrierte Datenflüsse in Echtzeit. Wie BDO feststellt: „Im Vergleich zu den Steuerteams größerer Unternehmen hinken die Steuerabteilungen mittelständischer Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien seit jeher hinterher … Diese Ausgangslage hat sich nicht geändert.“ Die Hauptgründe für das Scheitern von Initiativen sind schwache Datenprozesse und mangelnde Interoperabilität – Probleme, die durch eine stärkere zentrale Steuerdatenquelle und bessere Governance direkt gelöst werden können.
- Die Einführung von KI zielt weiterhin auf Effizienzsteigerungen ab: Während die meisten Befragten der BDO-Umfrage KI in ihren Steuerfunktionen einsetzen, konzentrieren sich die meisten Implementierungen darauf, bestehende Workflows zu beschleunigen, anstatt strategische Steuerplanungsaktivitäten zu stärken. Weniger als eine von fünf Steuergruppen nutzt KI zur Durchführung komplexer Szenarioanalysen.
- Investitionen in Talente erhöhen den ROI von Steuertechnologie: Der Anteil der Steuergruppen, die ihre Investitionen in Weiterbildungs- und Schulungsprogramme erhöht haben, stieg in diesem Jahr auf 74 %, verglichen mit 58 % im Vorjahr. In ähnlicher Weise erhöhten mehr Steuerabteilungen in diesem Jahr Investitionen in die Rekrutierung, Einstellung und Bindung von Talenten (63 %) im Vergleich zum Vorjahr (55 %). Der BDO-Bericht verknüpft den ROI von Steuerautomatisierung mit der Einsatzbereitschaft des Teams, die durch die Einstellung und Entwicklung der erforderlichen Fertigkeiten zur Nutzung und Optimierung neuer Tools verbessert werden kann.
Mehr als ein Backoffice-Problem
Diese differenzierte Verknüpfung zwischen Talent und Technologie geht in Berichten über KI-gesteuerten Personalabbau oft unter. Ebenso wird eine Fehlausrichtung von Steuern und IT oft als Backoffice-Panne abgetan, anstatt als Unternehmensrisiko, das die Renditen aus Technologieinvestitionen unterdrückt. Der Bericht von BDO kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen nicht nur den Bedarf an Steuerfachkräften und die Verbesserung der funktionsübergreifende Zusammenarbeit angehen müssen, sondern auch „in die Tools, Integrationen und die Dateninfrastruktur investieren müssen, um der Steuerabteilung – und dem gesamten Unternehmen – einen echten Einblick in Steuerverbindlichkeiten, Risiken und Chancen zu verschaffen“.
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