Navigation durch die Änderungen der digitalen Steuern in Europa: Wie Sie mit Vertex e-Invoicing konform bleiben

Wie das e-Invoicing die Compliance, den Cashflow und die Kontrolle für in ganz Europa tätige Unternehmen verändert.

Digital Tax Filing Services and technology

Das europäische Steuersystem wird in Echtzeit umgebaut. In aller Stille und in mehreren Ländern gleichzeitig haben sich die Mechanismen der Compliance von der periodischen Berichterstattung auf die Transaktion selbst verlagert.

Dieser Wandel wird durch eine Kombination aus EU-Richtlinien, einschließlich der Umsatzsteuer im digitalen Zeitalter (VAT in the Digital Age, ViDA), und nationalen Vorschriften vorangetrieben, die festlegen, wie Rechnungen strukturiert, übermittelt und nachverfolgt werden müssen. Das Ergebnis ist ein stärker vernetztes System, in dem die Compliance in Echtzeit erfolgt und nicht als separate Aktivität verwaltet wird.

Für Steuerverantwortliche hängt die Kontrolle jetzt davon ab, wie konsequent die Durchsetzung indirekter Steuern in der Praxis funktioniert.

Ein Kontinent der Mandate, die sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen

In den EU-Mitgliedstaaten sind derzeit mehr als 15 strukturierte Rechnungsformate im Einsatz, die jeweils auf nationale Systeme und Anforderungen abgestimmt sind. Darüber hinaus bedeutet grenzübergreifende Aktivität, dass Rechnungen zwischen Plattformen, Steuerbehörden und Handelspartnern übertragen werden müssen. Systeme müssen verschiedene Formate interpretieren, unterschiedliche Validierungsstandards erfüllen und mehrere Berichtspflichten gleichzeitig unterstützen.  

Dies schafft eine vielschichtige Herausforderung für die Einhaltung der Vorschriften. Lokale Vorschriften legen fest, wie Rechnungen in jedem Land verarbeitet werden, während grenzüberschreitende Ströme eine zusätzliche Koordination zwischen Systemen und Netzwerken erfordern. Die Anforderung, die sich daraus ergibt, ist klar: Die Einhaltung der Vorschriften muss in allen Ländern einheitlich erfolgen, auch wenn die Regeln unterschiedlich sind.

Compliance ist heute integraler Bestandteil des Cashflows

Die elektronische Rechnungsstellung vereint Aktivitäten, die zuvor getrennt verwaltet wurden. Rechnungserstellung, Validierung, Einreichung, Lebenszyklusverfolgung und Berichterstattung laufen jetzt als Teil desselben Prozesses.

Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen der Compliance und den betrieblichen Abläufen wie Rechnungsstellung, Cashflow und Abstimmung. Die Datenqualität zum Zeitpunkt der Rechnungserstellung, die Genauigkeit der Validierung und der Zeitpunkt der Einreichung beeinflussen den Verlauf der Transaktionen.

Mit der Ausweitung der Mandate werden Lücken in den Transaktions- und Compliance- Systemen immer deutlicher. Die Compliance spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie Systeme, Prozesse und Daten in dem Moment zusammenwirken, in dem eine Transaktion durchgeführt wird. Um die Kontrolle zu behalten, ist die Konsistenz zwischen den verschiedenen Gerichtsbarkeiten unerlässlich. Der Cashflow kann durch Fehler verzögert oder sogar blockiert werden.

Von der Regulierung zur operativen Realität

Die Auswirkungen der Umstellung auf elektronische Rechnungsstellung und CTCs werden deutlicher, wenn man die Vorschriften auf Länderebene berücksichtigt.

In Frankreich zum Beispiel werden strukturierte Rechnungen über akkreditierte Plattformen ausgetauscht, wobei eine Berichterstattung an die öffentliche Infrastruktur vorgeschrieben ist. Die Rechnungsformate müssen mit den nationalen Standards übereinstimmen, und die Lebenszyklusdaten müssen nachverfolgt und aufbewahrt werden.

Im Vergleich dazu reichen die spanischen Mandate weiter in den Lebenszyklus der Transaktion hinein. Die strukturierte Rechnungsstellung geht mit der Steuerberichterstattung in Echtzeit und der Verfolgung der Rechnungsannahme und des Zahlungsstatus einher, wodurch wiederum die Compliance direkt mit den Finanzgeschäften verknüpft wird.

Diese Modelle spiegeln einen allgemeinen Trend wider. In ganz Europa werden Rechnungsstellung, Berichterstattung und Transparenz bei Transaktionen in ein vernetztes Konzept zur Einhaltung der digitalen Steuerpflichten integriert. Auch wenn sich die Ansätze unterscheiden, geht die Entwicklung doch in die gleiche Richtung.

Hier kommen auch Initiativen wie ViDA ins Spiel. Während die EU auf harmonisierte Berichtsrahmen hinarbeitet, besteht das zugrunde liegende Ziel in einer klareren Angleichung zwischen den einzelnen Gerichtsbarkeiten. Für Unternehmen bedeutet dies heute jedoch die Vorbereitung auf eine Zukunft, in der die Compliance-Anforderungen einheitlicher werden, während sie gleichzeitig die Komplexität der aktuellen Vorschriften bewältigen müssen.

Einheitlichkeit in ein fragmentiertes System bringen

In diesem Umfeld konzentrieren sich die Unternehmen, mit denen ich spreche, auf die Frage, wie sie die Compliance-Vorschriften länderübergreifend einheitlich umsetzen können. Gerade der Umfang und die Komplexität der damit verbundenen Verwaltungsaufgaben sorgen für die größten Schwierigkeiten.

Meiner Erfahrung nach hat sich ein klares Muster herauskristallisiert. Compliance ist am effektivsten, wenn sie in den Transaktionsablauf eingebettet ist und über ein gemeinsames Rahmenwerk umgesetzt wird, anstatt für jedes Mandat über separate Prozesse verwaltet zu werden.

In der Praxis bedeutet das:

  • Validierung bei der Rechnungserstellung anwenden  
  • Sicherstellung, dass strukturierte Formate mit länderspezifischen Anforderungen übereinstimmen
  • Aufrechterhaltung der Transparenz über den gesamten Rechnungslebenszyklus
  • Verknüpfung von Rechnungsstellung, Berichterstattung und Archivierung in einem einzigen Prozess

Diese Fähigkeiten prägen zunehmend die Art und Weise, wie Organisationen das e-Invoicing m großen Maßstab verwalten.

Eine ganzheitlichere Sichtweise auf Compliance

In diesem komplexen Umfeld wird die Bedeutung einer einheitlichen e-Invoicing-Plattform deutlich.

Vertex e‑Invoicing unterstützt Unternehmen, die im fragmentierten europäischen Umfeld tätig sind, indem es Rechnungsstellung, Validierung, Einreichung und Berichterstattung in einem einzigen, länderübergreifend funktionierenden Prozess bündelt. Es ermöglicht Unternehmen, zum Zeitpunkt der Transaktion einheitliche Kontrollen anzuwenden und gleichzeitig die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Gerichtsbarkeit zu erfüllen.  

Angesichts der sich ständig weiterentwickelnden digitalen Steuerlandschaft in Europa geht es nicht mehr darum, wie einzelne Mandate zu verwalten sind. Vielmehr geht es darum, wie man über alle Mandate hinweg durchgängig die Kontrolle behalten kann. Ein stärker vernetzter Ansatz bei der Umsetzung gewährleistet diese Kontrolle. 

Autor des Blogs

Patricia Jordan

Patricia Jordan

EMEA E-Invoicing Solutions & Strategy Lead

Alle Veröffentlichungen von Patricia Ansehen

Patricia leads Vertex's EMEA e-Invoicing strategy and enablement across Europe. She has extensive experience delivering global tax transformation projects at Big 4 firms and leading tax software companies, working across English, Spanish, and Portuguese.

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