Gute Nachrichten für Führungskräfte im Bereich der indirekten Steuern, die ihre Steuertechnologie verbessern möchten: Die CFOs hören zu. Finanzvorstände scheinen außerdem eher bereit zu sein, grünes Licht für Investitionen in digitale Transformation und Technologie zu geben, als jemals zuvor in den letzten zwei Jahrzehnten.
Grant Thornton befragt seit 21 Jahren vierteljährlich Finanzchefs zu ihren Erwartungen in Bezug auf Budgetierung und Investitionen in Technologie- und Beratungsdienstleistungen. Die CFO-Umfrage des Unternehmens im ersten Quartal 2026 zeigt, dass 68 % der mehr als 200 befragten CFOs von einem Anstieg der Kosten für IT/Digitalisierung in den nächsten 12 Monaten ausgehen. Diese Zahl übersteigt den bisherigen Rekord (67 %) aus dem vierten Quartal 2025.
Von der Kostensenkung zum Wachstumsmotor
Das aufgeschlossene Umfeld für Technologiefinanzierung hängt größtenteils von der Zustimmung des Vorstands und der Führungsebene ab, die KI-Einführung im gesamten Unternehmen voranzutreiben. Die Analyse von Grant Thornton zeigt, dass KI-Investitionen aus der Sicht von Finanzführungskräften zunehmend die Treiber von Umsatz- und Produktivitätssprüngen und keine reinen Effizienzstrategien sind. Bemerkenswerterweise bleiben die Erwartungen an einen Personalabbau auf einem Tief nach 15 Quartalen. Dies verstärkt die Meinung, dass diese Investitionen für eine Expansion bestimmt sind und nicht zur Rationalisierung von Abläufen.
„Um Wachstum zu erzielen, setzt die KI -angetriebene Produktivität häufig Investitionen in Mitarbeitende für Qualitätskontrolle und Produktunterstützung voraus, wenn der vorhandene Personalbestand nicht über die entsprechende Kompetenz für die Arbeiten verfügt“, berichtet Dana Lance, Quality & Risk Leader bei Grant Thornton Tax Solutions.
Bedenken hinsichtlich der Datenqualität
Neben dem Schwerpunkt auf KI-Tools und dem damit verbundenen Qualifizierungsbedarf weisen die Umfrageergebnisse auf mehrere Implikationen hin, die Abteilungen für indirekte Steuern betreffen
- ROI regiert (weiterhin): Mehr als zwei Drittel der CFOs gehen nicht nur von einer Erhöhung der Technologieausgaben im kommenden Jahr aus, sondern 62 % der Finanzchefs sind zuversichtlich, dass diese Investitionen den Erwartungen entsprechen. Dies schafft jedoch nicht die Kontrolle ab. Die Steuerautomatisierung von Business Cases erfordern die Quantifizierungen von Compliance-Risikominderungen, Verbesserungen der Genauigkeit und – wo möglich – Reduzierungen der steuerlichen Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten.
- Datenqualität erfordert Aufmerksamkeit: Mehr als die Hälfte der befragten CFOs bezeichnen Technologie- und Datenbeschränkungen als die größte Herausforderung für die digitale Transformation in der Finanzfunktion. Dieses Problem betrifft ebenfalls an die Finanzen angrenzenden Systeme, die sich auf ERP-Stammdaten stützen. Wenn Data Governance und Stammdatenmanagement mangelhaft sind – in ERP-Systemen oder Steuertechnologie-Stacks – können sich Steuerdatenfehler vermehren und das Prüfungsrisiko erhöhen. Teams für indirekte Steuern müssen in Bezug auf die Besteuerung von Produkten, Gerichtsbarkeiten und den Freistellungsstatus von Kunden bereinigte Stammdaten aufrechterhalten.
- Neue technologische Fähigkeiten tragen zur Compliance-Komplexität bei: Fast zwei Drittel der Finanzführungskräfte geben an, dass ihre Unternehmen dynamische oder segmentierte Preismodelle eingeführt haben (oder zumindest über diese Fähigkeiten im Pilotmodus verfügen). Preismodelle, die je nach Kundensegment, Region oder Zeit variieren, werfen Fragen zu Steuerpflicht und Beschaffung auf. Teams für indirekte Steuern sollten sich für eine frühe Beteiligung an Technologie-gesteuerten Preisinitiativen einsetzen, um nachfolgende Compliance-Probleme und Prüfungsrisiken nach Inkrafttreten der dynamischen Preisgestaltung zu vermeiden.
Vor allem zeigen die Umfrageergebnisse von Grant Thornton, dass Führungskräfte für indirekte Steuern bei den Vorschlägen für neue Investitionen in die Steuerautomatisierung den KI-getriebenen Wachstums- und Produktivitätsgewinn, den greifbaren ROI und Data Governance betonen sollten. Die Ergebnisse lassen außerdem den Schluss zu, dass diese Geschäftsmodelle wahrscheinlich erfolgreich sein werden.
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