Steuern werden 2026 mehr Aufmerksamkeit der CFOs erfordern

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Es ist erfreulich zu sehen, dass „Steuern“ in Deloittes Bericht über die Finanztrends 2026 häufig und auf so unterschiedliche Weise erwähnt werden.

CFOs und andere Finanzführungskräfte bezeichnen Steuervorschriften als eines ihrer größten Risikobedenken. Sie betonen außerdem, dass indirekte Steuern für die Aktivierung von KI vorbereitet sind. Auf die Frage, in welchen Bereichen KI-Agenten „den größten positiven Einfluss haben könnten“, war die indirekte Steuer eine der Top-Fünf-Antworten – direkt hinter der Finanzplanung und -analyse, dem Vertriebs- und Rentabilitätsmanagement, der Optimierung des Betriebskapitals und dem Kostenmanagement. In dem Bericht wird außerdem darauf hingewiesen, dass „KI besonders im Steuerbereich sehr hilfreich sein kann“, vor allem bei der Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Verrechnungspreisdokumentation. 

Die fünf übergreifenden Finanztrends, die Deloitte detailliert beschreibt, beziehen sich auf erweiterte Szenarioplanung, die Rolle des CFO als strategischer Leiter, das Kostenmanagement, die Einführung von KI und das Talentmanagement. Jeder dieser Trends hat Auswirkungen auf Steuergruppen.

Steuerszenarien, Cloud-Migrationen und Insourcing 

Da Finanzgruppen sowohl die Häufigkeit als auch die Komplexität ihrer Fähigkeiten für Szenario-Planung erhöhen, um auf externe Ungewissheiten einzugehen, benötigen sie auch Unterstützung bei der Modellierung der Auswirkungen von Lieferketten-Neugestaltung und Wachstumsinitiativen. Durch diese Initiativen könnte das Unternehmen e-Invoicing-Anforderungen, Steuern für digitale Dienstleistungen und anderen steuerlichen Compliance-Belastungen gegenüberstehen. Immer mehr Finanzgruppen führen inzwischen wöchentliche oder sogar tägliche Analysen von Marktbedingungen, regulatorischen Trends und anderen Unwägbarkeiten durch – und Steuergruppen sollten darauf vorbereitet sein, Einblicke zu diesen Bewertungen beizutragen.

In dem Bericht wird festgestellt, dass fast sechs von zehn Finanzvorständen eine führende Rolle bei der Gestaltung der Unternehmensstrategie spielen. Es stellt sich heraus, dass diese strategischen Finanzführungskräfte weitaus eher Cloud-basierte Technologiesysteme zur Kostenoptimierung einsetzen als die CFOs mit weniger strategischem Einfluss. Führungskräfte im Bereich der indirekten Steuern sollten diesen Zusammenhang zur Kenntnis nehmen: Die Nutzung von Cloud-basierten Steuertechnologie-Stacks zum Verwalten des gesamten Lebenszyklus der Steuer-Compliance mit größerer Skalierbarkeit und Flexibilität, kann ihnen helfen, ihren Beitrag zu M&A-Due-Diligence, Wachstumsinitiativen und weiteren strategischen Entscheidungen auszuweiten.

Wenn es um Talentmanagement geht, sind CFOs (wie Steuerverantwortliche) bestrebt, ihre Teams mit Technologiekenntnissen auszustatten. Die Einstellung und Entwicklung von Finanzfachkräften mit Kompetenz in KI und erweiterter Automatisierung, Datenanalyse und Technologieintegration hat für CFOs oberste Priorität. Für den Zugang zu diesen Fähigkeiten bieten Finanzführungskräfte spezielle Schulungen an, um bestehende Mitarbeiter weiterzubilden und dabei werden Kandidaten mit nicht-traditionellem Hintergrund in Betracht gezogen und Talente aus anderen Abteilungen „intern rekrutiert“. Steuerverantwortliche sollten ähnliche Ansätze für die Einstellung und Entwicklung von Steuertechnologen in Betracht ziehen (allerdings vielleicht nicht durch „internes Rekrutieren“ von der Finanzgruppe).

Schließlich sollten Steuerverantwortliche darauf vorbereitet sein, überzeugende Argumente für KI-gestützte Steuerlösungen vorzubringen, wenn CFOs verstärkt in KI-Investitionen für die Finanzfunktion und das gesamten Unternehmen investieren.

Steuerverantwortliche sollten sich darauf einstellen, dass sie in diesem Jahr häufiger unter der Beobachtung des CFO stehen werden. Auch wenn dies gelegentlich etwas einschüchternd wirken kann, könnte die zusätzliche Kontrolle mehr Möglichkeiten zur Verbesserung der Steuertechnologie und der Qualifikation der Steuerexperten bieten.

Autor des Blogs

Larry Mellon ist Tax Director im Chief Tax Office. Dabei stellt er Daten zur Verfügung, agiert als Vordenker und sorgt für kundenorientierte Ausrichtung bei den Unternehmensfunktionen von Vertex. Damit wird die kontinuierliche Expansion der Lösungen für indirekte Besteuerung von Vertex unterstützt und die allgemeine Unternehmensstrategie bereichert. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen korrekte Umsatz- und Gebrauchssteuer-Angaben, Risikobewertung, gerichtliche Prüfungen, Verwaltung und Management sowie Mehrwertsteuer-Angaben. Herr Mellon kam 2005 als Sales and Income Tax Supervisor zu Vertex und ist seit 2012 als Tax Manager tätig, wo er eine entscheidende Rolle bei der Steigerung und Weiterentwicklung unserer Steuerverwaltungsangebote gespielt hat.

Bevor er zu Vertex kam, war er als Senior Tax Accountant und Property Tax Manager bei Foamex International, Inc. tätig, einem Hersteller und Vermarkter von Schaumstoff aus Polyurethan und hochentwickelten Polymeren. Herr Mellon hatte außerdem mehrere Funktionen bei The Franklin Mint inne und ist Mitglied des Institute of Professionals in Taxation (IPT).

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