Leitfaden für eine erfolgreiche CIO-CPO-Beziehung

Neue Untersuchungen zeigen, in welchen Bereichen die Abteilungen für Beschaffung und IT an einem Strang ziehen und wo Lücken die digitale Transformation verlangsamen.

Beschaffung und IT haben in der Vergangenheit getrennt voneinander gearbeitet. Doch mit der zunehmenden Geschwindigkeit der digitalen Transformation ist die Beziehung zwischen dem CPO und dem CIO zu einem der wichtigsten Faktoren für die Fähigkeit eines Unternehmens geworden, sich anzupassen, innovativ zu sein und im Wettbewerb zu bestehen.

Was die Untersuchung zeigt

In diesem von Vertex gesponserten Bericht von WBR Insights wurden 100 Experten aus Beschaffung, Lieferkette und Risikomanagement in den USA und Kanada befragt. Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild davon, wo Unternehmen Fortschritte machen und wo sie steckenbleiben.

Nur 30 % der Befragten haben ein fortgeschrittenes Stadium in ihrem durchgängigen digitalen Beschaffungsprozess erreicht. Die meisten (48 %) befinden sich in der Mitte des Prozesses, und 22 % sind noch dabei, die Grundlagen zu schaffen. Die größten Hindernisse sind nicht technologischer Art. Es sind die Menschen und die Abläufe. 64 % der Befragten weisen auf Herausforderungen des Change Managements und der Integration hin und 59 % geben einen Mangel an Koordination zwischen Beschaffung und IT an.

Koordination auf Führungsebene spielt eine Rolle

Fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass ihre Manager für Beschaffung und IT regelmäßig oder immer zusammenarbeiten. Doch die andere Hälfte arbeitet nur gelegentlich oder selten zusammen – eine Lücke, von der die Technologieeinführung unmittelbar verlangsamt wird. Wenn CPOs und CIOs synchronisiert arbeiten, handeln Unternehmen schneller, treffen bessere Technologieentscheidungen und erhalten mehr Wert aus ihren Investitionen. Auch die finanzielle Führung spielt eine Rolle: 29 % geben an, dass der CFO die digitale Transformation der Beschaffung vorantreibt und 27 % sagen, dass sowohl der CIO als auch der CFO die Initiative gemeinsam leiten.

Die Automatisierung indirekter Steuern ist eine Top-Priorität

Die Befragten geben an, dass zu den Strategien für digitale Beschaffung, die sie für die nächsten 12 Monaten planen, die Automatisierung der indirekten Steuerprozesse während des Procure-to-Pay-(P2P)-Zyklus an erster Stelle stehe, 55 % der Befragten zufolge. Manuelle Steuerprozesse in großem Umfang können zu Überzahlungen und Compliance-Risiken führen. Eine spezielle Steuer-Engine reduziert dieses Risiko, verbessert die Genauigkeit und entlastet interne Teams von der laufenden Verwaltung steuerlicher Inhalte. Das ist sowohl für die Steuerabteilung als auch für die Beschaffungs- und die IT-Abteilung ein Gewinn.

KI und die Integration von Zulieferern runden die Agenda ab

Fast die Hälfte der Befragten plant, im Laufe des nächsten Jahres KI-erweiterte Analysen einzubeziehen (48 %) und die Technologie ihrer Lieferanten zu integrieren (49 %). Die KI weist bereits ihren Nutzen nach: 54 % der Unternehmen nutzen sie heute, um Informationen aus unstrukturierten Anbieterverträgen zu extrahieren. Die Integration von Lieferanten schafft die notwendige Transparenz für strategische Partnerschaften und verbessert die Widerstandsfähigkeit bei Störungen.

Eine Roadmap für das, was als Nächstes kommt

Der Bericht schließt mit praktischen Empfehlungen: Erstellen Sie einen Plan für das Veränderungsmanagement, bevor Sie neue Technologien einführen, setzen Sie auf ganzheitliche End-to-End-Beschaffungsinstrumente und machen Sie die Zusammenarbeit zwischen CIO und CPO zu einer strukturierten Priorität. Unternehmen, die ihre Abteilungen in den Bereichen Beschaffung, IT und Finanzen aufeinander abstimmen, werden Technologien schneller implementieren und mehr aus jedem investierten Euro herausholen.

 

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