Sonderbericht: Ein Leitfaden für Finanzverantwortliche zur Compliance der globalen indirekten Steuern
Von Umsatzsteuerlücken bis hin zu Lieferkettenunterbrechungen – so bauen Sie ein Compliance-Framework auf, das grenzüberschreitend Bestand hat.
Die Verwaltung globaler indirekter Steuern wird immer schwieriger. Mehr als 160 Länder arbeiten mit einem USt.- oder GST-System und es gibt keine allgemein gültigen Regeln für grenzüberschreitende Transaktionen. Für Finanzverantwortliche bedeutet das mehr Komplexität, ein höheres Risiko der Doppelbesteuerung und ein stärkerer Druck, über Vorschriften auf dem Laufenden zu bleiben, die sich häufig ändern und je nach Gerichtsbarkeit sehr unterschiedlich sind.
Vier Trends, von denen die Compliance der globalen indirekten Steuern geprägt wird
Matt Wills und Greg Rosser von BDO nahmen an einem von Vertex gesponserten Webcast teil und sprachen über die Situation der Finanzteams. Wills hat vier Trends identifiziert, die die Anforderungen an die Compliance erhöhen. Erstens birgt die mangelnde Einheitlichkeit der USt.- und GST-Systeme ein echtes Risiko für Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind. Zweitens können neue Registrierungsvorschriften (wie die Regelungen, die das Vereinigte Königreich im Zuge des Brexits eingeführt hat) Unternehmen unvorbereitet treffen. Drittens haben Störungen in der Lieferkette es den Steuerabteilungen erschwert, mit den geschäftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Viertens investieren die Steuerbehörden in digitale Kontrollinstrumente, wodurch Datenlücken schneller als bisher erkannt werden.
Warum viele Unternehmen immer noch anfällig sind
Rosser wies auf ein grundlegendes Problem hin: Teams verfügen oft nicht über eine einheitliche Definition von Begriffen aus dem Bereich der indirekten Steuern über verschiedene Regionen hinweg. Ein Begriff wie „Settlement“ kann in Dänemark eine andere Bedeutung haben als in den USA. Ohne einheitliche Definitionen wird es wesentlich schwieriger, Compliance-Lücken zu erkennen und zu beheben.
Matt Wills empfiehlt außerdem eine Überprüfung des eigenen steuerlichen Betriebsmodells, konkret der Personalbesetzung. Arbeiten die richtigen Personen in den richtigen Rollen? Und sind USt. und GST in Ihren umfassenderen Geschäftsplanungsprozess integriert, zusammen mit den Technologie- und Finanzteams?
Wie funktionsübergreifende Zusammenarbeit das Risiko reduziert
Steuern betreffen jeden Bereich des Unternehmens: Einkauf, Vertrieb, Recht, Logistik und IT. Matt Wills betonte, dass die Finanz- und Steuerteams enge Arbeitsbeziehungen zu all diesen Bereichen benötigen. Falsche oder verzögerte Daten, die an Steuerbehörden gesendet werden, können in einigen Ländern Lieferkettenverzögerungen verursachen, insofern ist dies ein operatives Anliegen und betrifft nicht nur die Compliance.
Externe Berater können ebenfalls helfen. Greg Rosser wies darauf hin, dass Drittanbieter eine umfassendere Sichtweise haben und Lücken in der Steuerfindung, Berechnung und Meldung indirekter Steuern identifizieren können, die internen Teams möglicherweise entgehen.
Eine Umfrage unter den Teilnehmern des Webcasts ergab, dass 63 % zuversichtlich in Bezug auf die Fähigkeit ihres Unternehmens waren, die Risiken der Nicht-Konformität zu bewerten und zu mindern. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, hilft Ihnen dieser Leitfaden, darin zu bleiben. Wenn nicht, ist er ein guter Ausgangspunkt.
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